Industrieoffensive Märkische Region gestartet: Akteure stellen Weichen für die Zukunft
Am 18. Mai 2026 fiel in der SIHK zu Hagen der Startschuss für die Industrieoffensive Märkische Region. Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik kamen zusammen, um über Zukunftsmärkte, Transformationsprozesse und neue Perspektiven für die regionale Industrie zu diskutieren. Ziel des Verbundprojekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder zu unterstützen, die industrielle Resilienz der Region zu stärken und bestehende Kompetenzen erfolgreich in neue Geschäftsfelder zu übertragen.
Analysen und Perspektiven für den Industriestandort
Zum Auftakt der Veranstaltung ordneten Prof. Dr. André Schmidt von der Universität Witten/Herdecke und Prof. Dr. Jan Philipp Büchler von der Fachhochschule Dortmund die wirtschaftliche Situation der Region ein. Dabei wurden sowohl aktuelle Herausforderungen als auch zukünftige Marktchancen beleuchtet. Im Fokus standen insbesondere Strategien, mit denen Unternehmen ihre vorhandenen Technologie- und Fertigungskompetenzen auf neue Märkte übertragen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können.
Herausforderungen und Chancen aus Sicht der Unternehmen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Erkenntnissen aus zahlreichen Unternehmensinterviews, die im Vorfeld der Veranstaltung durchgeführt wurden. Die Gespräche verdeutlichten, dass viele Unternehmen vor tiefgreifenden Veränderungen stehen. Insbesondere rückläufige oder unsichere Absatzmärkte, etwa im Bereich der Automobilzulieferindustrie, erhöhen den Handlungsdruck. Gleichzeitig wurde deutlich, dass in der Region ein großes Interesse besteht, neue Geschäftsfelder zu erschließen und bestehende Kompetenzen für zukünftige Märkte nutzbar zu machen.
Praxis-Workshops zu Zukunftsmärkten
In vier Workshops vertieften die Teilnehmenden die Themenfelder Internationalisierung, Mobilität, Medizintechnik und Defence. Dabei wurden Marktpotenziale diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und konkrete Fragestellungen aus der Unternehmenspraxis aufgegriffen. Die Ergebnisse der Workshops liefern wichtige Impulse für die weitere Projektarbeit und geben Hinweise darauf, in welchen Bereichen Unterstützungsangebote besonders gefragt sind. Wiederholt angesprochen wurden zudem die Herausforderungen durch zunehmende regulatorische Anforderungen, die von vielen Unternehmen als Hemmnis für Innovation und Wachstum wahrgenommen werden.
Gemeinsam die Transformation gestalten
Neben den fachlichen Inhalten bot die Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung. Der direkte Dialog zwischen Unternehmen, Wissenschaft und weiteren Akteuren machte deutlich, dass die Bereitschaft zur Veränderung und Zusammenarbeit in der Region groß ist. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden nun die Grundlage für die nächsten Schritte der Industrieoffensive Märkische Region. In den kommenden Monaten werden die identifizierten Bedarfe weiter vertieft und konkrete Unterstützungsangebote entwickelt, um Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte und der erfolgreichen Transformation zu begleiten.

